Puccini: Messa di Gloria Rossini: Stabat mater

Rossini und Puccini – Geistliche Musik mit italienischem Flair

Das Herbstprojekt der Singakademie Ortenau widmet sich in diesem Jahr der gleich zwei erlesenen Sakralwerken zwei namhafter italienischer Opernkomponisten: Gioachino Rossini – Stabat Mater und Giacomo Puccini – Messa di Gloria

Der italienische Komponist Gioachino Rossini hat sich vor allem durch ein umfangreiches Oeuvre an Opern unsterblich gemacht, doch hin und wieder wendete er sich auch der geistlichen Musik zu. Verfasst in einer Zeit, als er sich vom Komponieren größtenteils zurückgezogen hatte und verzögert durch eine Krankheit, hat es vom ersten Federstrich an fast zehn Jahre gedauert, bis sein Stabat Mater im Jahre 1842 zum ersten Mal aufgeführt wurde. Es galt als lang ersehntes Lebenszeichen des Meisters und steht exemplarisch für seinen musikalischen Genius. Der mittelalterliche Text über die Schmerzen der Mutter Jesu wird in einem dramatischen Zyklus abwechslungsreich gestaltet und vereint ungezwungene Eingängigkeit mit geistiger Tiefe.

Die Messa di Gloria hingegen ist ein Jugendwerk Puccinis  die er als Abschlussarbeit am Istituto Musicale Pacini seiner Heimatstadt Lucca 1880 vorlegte. Die musikalische Qualität, der Schwung und die Frische dieses Jugendwerkes veranlassten den Komponisten, in späteren Opern seine Messa zu zitieren und sicherten dem Werk – nach seiner Wiederentdeckung im Jahre 1952 – eine stetig wachsende Beliebtheit.

In den bewegenden Solistenpartien sind die international renommierten Solisten

Oriana Kurteshi, Sopran sowie Marlene Lichtenberg, Mezzosopran erstmals der spanische Tenor Joaquin Asiásin sowie Thomas Herberich Bassbariton zu erleben.

Mit diesen hauptberuflich wirkenden Solisten sowie zusammen dem Lufthansa Konzertchor aus Frankfurt, dem Straßburger Chor „Collegium Vocale Strasbourg-Ortenau“ (CVSO) und dem Orchester „Musicians sans frontières Alsace-Ortenau“ führt die Singakademie Ortenau die Werke  an folgenden Orten auf: Am 20 Oktober 2019. April 2019, 17.00 Uhr, in der Basilika des Kloster Eberbach, Eltville und am 16. November 2019, ebenfalls 19.00 Uhr, in der Klosterkirche Erlenbad. Zusätzliche Aufführungen gibt es am 2. November 2019 um 20.00 Uhr im Kurhaus Meran/Südtirol, sowie am 17. November 2019 um 17.00 Uhr in der Jesuitenkirche Molsheim bei Strasburg. Karten für die Konzerte auf deutscher Seite gibt es bei www.lh-chor.de und www.reservix.de.

Gioachino Rossini (1792-1868)
Stabat Mater
für Soli, Chor und Orchester

In 10 Nummern vereinigt Rossini unterschiedliche Formen wie Arie, Duett, Quartett und Chor, opernhaft ariose Schreibweise und strengen A-cappella-Stil zu einem der Höhepunkte dieser Gattung.

Giacomo Puccini (1858-1924)
Messa di Gloria für Soli, Chor und Orchester

Mit der vorliegenden Bearbeitung für Kammerorchester (Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott, Pauke und Streicher) erhalten mehr Chöre die Möglichkeit, dieses Werk aufzuführen, ohne dass der Chor durch ein groß besetztes Sinfonieorchester dominiert würde, wobei der sinfonische Charakter aber trotzdem erhalten bleibt. Diese Besetzung bietet eine optimale Balance von Durchsichtigkeit und orchestralem Klang. Sämtliche Vokalpartien (Soli und Chor) sind mit der Originalfassung identisch, sodass Klavierauszug und Chorpartitur verwendet werden können.