Programm 2018


Frühjahr

Johannespassion von Johann Sebastian Bach


Herbst

Francis Poulenc (1899–1963)
“Gloria”
für Sopran, Chor und Orchester

Francis Poulencs Gloria für Sopran, Chor und Orchester ist eine Vertonung des “Gloria in excelsis Deo” aus der römisch-katholischen Messe.
Es gehört zu Poulencs bekanntesten Werken und war ein Auftragswerk der Koussevitsky Foundation zu Ehren der Namensträger der Stiftung Sergei und Natalia Koussevitzky. Die Uraufführung fand am 21. Januar 1961 in Boston statt, mit Adele Addison (Sopran), dem Chor Pro Musica und dem Boston Symphony Orchestra unter der Leitung von Charles Münch. Die Ersteinspielung erfolgte noch im gleichen Jahr für die EMI, dirigiert von Georges Prêtre unter Beteiligung des Komponisten.

Das Werk besteht aus sechs Sätzen:

1. Gloria in excelsis Deo (G-Dur)
2. Laudamus te (C-Dur)
3. Domine Deus, Rex caelestis (h-Moll)
4. Domine Fili unigenite (G-Dur)
5. Domine Deus, Agnus Dei (b-Moll)
6. Qui sedes (G-Dur)

Camille Saint-Saens (1835–1921)
Symphonie Nr.3 “Orgelsymphonie”

Anton Bruckner (1824–1896)
Te Deum”
für Soli, Chor und Orchester

1. Te Deum laudamus
2. Te ergo quaesumus
3. Aeterna fac cum sanctis tuis
4. Salvum fac populum tuum
5. In te, Domine, speravi

Die traditionelle Gattung „Te Deum“ findet in der brucknerschen Schöpfung ihren imposanten Höhepunkt. Ohne konkreten äußeren Anlaß begann Bruckner im Mai 1881 mit der Komposition seines „Te Deum“. Mündlichen Bemerkungen zufolge sollte es eine Gabe des Dankes an Gott sein, weil es seinen „Verfolgern noch immer nicht gelungen“ sei, ihn „umzubringen“. Wie ernst eine solche Begründung zu nehmen ist, bleibe dahingestellt. Die Schaffenskraft, die Bruckner in jenen Jahren um die Sechste und Siebte Symphonie entwickelte, wollte sich offenbar nicht allein mit dem Symphonischen begnügen, sondern suchte das profilierte Bekenntnis zum religiösen Fundament, in welchen Bruckners Wirken generell wurzelte. Hierfür schien ihm wohl der altkirchliche „Ambrosianische Lobgesang“ am besten geeignet. Bruckner gliederte den Text in fünf Teile, die eine lapidare Symmetrie ergeben. Die drei massiven Lobteile „Te Deum“ / „Aeterna fac“ / „In te Domine“ rahmen die zwei vom Tenorsolo angeführten Bittgebete „Te ergo“ / „Salvum fac“ ein. Intern sind diese Teile verbunden durch jeweils gemeinsame Motive. Für die musikalische Struktur sind von Anfang an die elementaren Intervalle Oktav, Quinte und Quart signifikant; chromatische Harmonien und Stimmbewegungen verdichten besonders in der Fuge „In te Domine speravi“ die Spannung und führen auf die grandiose Schlußapotheose. Wie sehr Bruckner auch in die Komposition seiner Symphonien sein religiöses Empfinden einfließen ließ, offenbart sich am eindrucksvollsten im Adagio der Siebten Symphonie: Mit dem „Te Deum“ hat dieser Satz das Steigerungsmotiv gemeinsam:
„Non confundar in aeternum“ – „Ich werde nicht zugrundegehn in Ewigkeit.“